Kontrolle ist das Gegenteil von Magie

Sowohl in der Ernährung, als auch in anderen Bereichen des Lebens sorgt das rigide festhalten an vorgegebene Regeln für die Abschneidung unserer intuitiven Fähigkeiten und damit in das Vertrauen in unser eigenes Urteilsvermögen.

Damit bleiben wir abhängig von außenstehenden Regeln und Instanzen, die uns sagen müssen, wann wir auf welche Weise was zu tun haben und somit in einem regressiven, kindlichen Muster.

Leider ist unsere Gesellschaft so aufgebaut, dass genau dieses Verhalten gefördert wird. Wir lernen früh, uns nach vorgegebenen Erwartungen zu richten und uns möglichst so zu verbiegen, dass wir die vorgegebenen Richtlinien erfüllen, die schon in der Schule von jedem Kind gleichzeitig erwarten, das gleiche zur gleichen Zeit auf die gleiche Weise zu lernen und wiederzugeben und dabei möglichst auch noch einen begeisterten und motivierten Eindruck zu machen -sonst gibt es Abzüge im Sozialverhalten.

Der oder diejenige, der/die sich am meisten an die äußeren, allgemeingültigen Vorgaben hält, gilt dann als besonders intelligent und darf/muss eine Klasse überspringen; der oder diejenige, der/die das nicht will oder kann, hat schon früh den Glaubenssatz Ich bin ein Versager:in in sein/ihr System aufgenommen und das Unterbewusstsein wird –self fulfilling prophecy- genau die Bestätigung dessen seine/ihre gesamte Bildungslaufbahn mit Präzision erfüllen.

Menschen, die über wenig Reflexionsvermögen verfügen, Autoritätspersonen nicht hinterfragen und später nicht nach Lösungsstrategien suchen, bleiben damit auf der Strecke und werden vom System (unbewusst) systematisch an den Rand der Gesellschaft gedrängt.

Die Botschaft ist schon von Anfang an klar: Passe dich bestmöglich an, dann erhältst du Anerkennung, folge deinen intrinsischen Interessen und du wirst abgelehnt.

So kommt es dann, dass so viele unserer inneren Anlagen und Potenziale durch das System verschüttet werden, wir uns selbst und unsere Bedürfnisse nicht mehr richtig wahrnehmen und zu funktionalen, aber innerlich leeren Leistungsmenschen werden, die sich am Wochenende berauschen, oder nach Feierabend mit viel Essen belohnen müssen, um ihr Defizit an Dopamin wieder auszugleichen. Meiner Meinung nach ist das die Hauptursache für Depressionen, Alkoholismus, Übergewicht und andere Zivilisationskrankheiten unserer Leistungsgesellschaft.

Da ich während meiner Schulzeit in dem vorgegebenen Angebot und durch die Form der Wissensvermittlung keine richtige Leidenschaft für ein Themengebiet entwickeln konnte (mit Ausnahme meines Deutsch-Leistungskurses zum Ende meiner Schullaufbahn) -nicht bedingt durch die Lehrer, sondern durch das Bildungssystem, in dem leider wenig Platz für Individualität war- habe ich es mir zum Ziel gemacht, meine Studentenzeit für mich möglichst sinnvoll zu nutzen und so lange wie es eben brauchte, meine intrinsische Motivation, meine Interessen und als eher kreativ-intuitiv veranlagter Mensch, meine im Keim erstickten Potenziale wieder auszugraben.

Damit haben sich viele meiner vorher destruktiven Verhaltensweisen schon von selbst aufgelöst, weil ich in meinem Leben wieder einen tieferen Sinn fühlen konnte.

Coaching bietet wundervolle Abkürzungen, seine eigenen Potenziale und Interessen wiederzufinden und wieder zu lernen seinem eigenen inneren Kompass zu vertrauen und zu folgen.
Wer mit seinem inneren Wesen in Verbindung ist, seine Bedürfnisse spürt und diese nach Außen vertritt, wird zu emotionaler und körperlicher Gesundheit gelangen.

Natürlich fordert das die mutige Auseinandersetzung mit seinen Schattenthemen, den in das Unterbewusstsein verdrängten schmerzhaften Erfahrungen und eingekapselten Gefühlen. Dafür warten danach Freiheit, Leichtigkeit, Selbstbestimmtheit, Neugier, Begeisterungsfähigkeit und Sinnerfülltheit.